1. Einleitung

Der Einsatz von modernen Medien ist heute eine Selbstverständlichkeit im Schulalltag. In unserem

Medienkonzept stehen daher der Computer und der Beamer als mediale

Multifunktionswerkzeuge im Mittelpunkt.  Selbstverständlich werden CDs, DVDs, digitale Foto‐ und

Filmkameras, Smartphones, Tablets, PCs, Overheadprojektoren, Sachbücher (z.B. Themenkisten aus der Bücherei), Lexika, Anschauungsmaterialien etc. weiterhin themen‐ und fachbezogen sinnvoll eingesetzt.

Unser Ansatz der Medienarbeit in der Schule beinhaltet zum einen das „Lernen mit Medien“ und zum anderen das „Lernen über Medien“, aber auch das „Nutzen von Medien“.

„Lernen mit Medien“ zielt auf die Verbesserung des fachlichen Lernens hin. Es unterstützt das selbstständige Lernen, indem Medien aller Art von Schülern zur Veranschaulichung von Unterrichtsinhalten, zur aktiven Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten, zum differenzierten Üben sowie zur Informationsbeschaffung (z.B. Internet) genutzt werden. Der Umgang mit Text‐ und Bildverarbeitungsprogrammen am Computer kann dabei erschlossen werden.

„Lernen über Medien“ berücksichtigt den Aspekt des kompetenten Umgangs mit Medien im Unterricht.  Die kritische Betrachtung der Medienbotschaften, die Gefahren der Internetnutzung sowie die Suchtgefährdung werden angesprochen. Der sachgerechte, selbstbestimmte, kreative und sozial verantwortliche Umgang mit den aktuellen Medien soll geschult werden.

Fraglich ist, wie viel präventive Arbeit Schule in der sich rasant ändernden Medienwelt leisten kann.

„Nutzen von Medien“ fängt bei der grundlegenden Fähigkeit des sicheren Umgangs mit Passwörtern und Nutzerdaten an und geht über das schulinterne Netzwerk und dessen Funktion zur Kompetenz des sachgerechten Präsentierens von Schülerarbeiten mit geeigneten Programmen.

 

2. Zielsetzungen für die Ausbildung einer Medienkompetenz

Wenn der Unterricht an die Lebenswelt der Kinder anknüpfen soll, müssen die Chancen des Internets und des Computers frühzeitig aufgegriffen und angewendet werden.

Der Computer spielt außerschulisch bereits eine große Rolle im Leben vieler Kinder. In zahlreichen Kinderzimmern gehört ein Computer bereits während der Schulzeit zum Inventar und darf von den Kindern selbstverständlich genutzt werden. Bei fast allen Kindern ist das Smartphone zentraler Bestandteil der persönlichen medialen Ausstattung und ihr Schlüssel zur medialen Welt. Auch die berufliche Zukunft der Kinder ist ohne IT-Kenntnisse nicht mehr denkbar. In allen Aufgabenbereichen erhält die Professionalisierung im Umgang mit dem Computer einen immer höheren Stellenwert. Schule hat daher die Aufgabe, auf diese bildungsrelevanten Umweltveränderungen zu reagieren.

Um unsere Schüler auf ein Leben in der Informationsgesellschaft vorzubereiten, berücksichtigen wir diese Lebenswirklichkeit und haben als Ziel, die Schlüsselqualifikation „Medienkompetenz“ anzubahnen.

 

Schule ist nicht nur Lern‐, sondern auch Lebensraum für Schüler und sollte nicht zuletzt aus diesem Grunde an ihrer Lebenswirklichkeit anknüpfen. Diese Wirklichkeit ändert sich ständig und stellt so fortwährend neue Anforderungen. Damit verbunden ist der Anspruch an die Lehrpersonen, ihren Unterricht weiter zu entwickeln, durch neue Medien zu ergänzen und diese im Unterricht zu integrieren, ohne bewährte Inhalte aufzugeben. Die Erprobung offener Lernformen, die die neuen Medien in der Regel fordern, spielt dabei eine wesentliche Rolle. Die Schüler erfahren den Computer als einen Baustein in der Medienvielfalt der Schule. Er soll (inkl. Internetzugang) der Projektarbeit und der inneren Differenzierung dienen, mit seinen Lernprogrammen das selbstständige Lernen fördern, ein Werkzeug zur Textverarbeitung darstellen sowie zur Informationsbeschaffung beitragen. Schülerinnen und Schüler erwerben so Kenntnisse, Einsichten, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um den Herausforderungen in einer von Medien beeinflussten Welt gerecht zu werden.

 

Gleichzeitig sollen Schülerinnen und Schüler zu einem selbstständigen und kritischen Umgang mit den modernen Medien, im speziellen mit dem Smartphone und dem Internet, befähigt werden. Besonderer Wert wird dabei auf die Aspekte der Informationsbeschaffung und der Kommunikation via Internet gelegt. Gerade im letzteren Bereich bedarf es einer Aufklärungsarbeit, die zu einem kritischen Umgang anleitet.

 

Das Erlangen von Medienkompetenz als eine Schlüsselqualifikation der heutigen und zukünftigen Gesellschaft ist als ein weiterer kontinuierlicher und stetig andauernder Lernprozess zu verstehen. Lebenslanges Lernen erfordert auch die Umstrukturierung und Etablierung einer neuen Lernkultur auf institutioneller wie auf individueller Ebene. Der Computer soll dabei für die Schüler und Schülerinnen nicht den Platz als ein reines Spielinstrument oder eine alle Probleme lösende Maschine einnehmen, sondern von ihnen als ein interessantes und nützliches Hilfsmittel für die Lösung alltäglicher, im Schulalltag auftretender Aufgabenstellungen wahrgenommen und verstanden werden. Dieses soll von ihnen jedoch auch kritisch betrachtet werden.

 

3. Bestandsaufnahme

3.1. Qualifikation der Lehrkräfte

Alle LehrerInnen der Jörg-Immendorff-Schule nutzen den Computer in Klassenstärke im Computerraum. Alle KollegInnen nutzen das Schulnetzwerk iServ und erstellen die Zeugnisse mit Hilfe des Zeugnisprogramms „KLV“. Fortbildungen hierzu wurden im Rahmen der allgemeinen PC‐Nutzung intern durchgeführt. Den Lehrern stehen im Lehrerarbeitsraum Computer zur freien Nutzung zur Verfügung. Über die Schule haben die LehrerInnen einen Zugang zur Materialplattform „Lehrerbüro“ und zum Programm „Worksheet Crafter“.

 

3.2. Schulfach Informatik

In Jahrgang 6 findet Informatikunterricht verpflichtend statt. Die Bedienung von Windows, iServ und Office-Programmen werden grundlegend erarbeitet. In den höheren Jahrgängen gibt es die Möglichkeit, im Rahmen der Wahlpflichtkurse entsprechende vertiefende Angebote zu wählen.

 

3.3. Ausstattung der Schule

Der Schule stehen drei Computerräume mit jeweils 20 PCs zur Verfügung, die über iServ verbindlich stundenweise gebucht werden können. Über das Schulnetzwerk haben die Lehrkräfte die Möglichkeit, in einigen Klassenräumen auf WLAN zuzugreifen.

Die Schule verfügt weiterhin über neun PCs für Lehrkräfte im Lehrerarbeitsraum. In sechs Klassenräumen, den naturwissenschaftlichen Fachräumen und dem Mehrzweckraum stehen fest installierte Beamer zur Verfügung, welche zum Teil auch mit Soundsystemen ausgestattet sind. Für die übrigen sechs Räume ist eine mobile Beamerstation zu Präsentationszwecken im Einsatz. In den Biologieräumen ist jeweils eine Dokumentenkamera vorhanden. Zudem sind in jedem Fach- oder Klassenraum herkömmliche, teilweise magnetische, Kreidetafeln und Overhead-Projektoren verfügbar. Die Wartung der Geräte und der Ausstattung erfolgt durch den Schulassistenten.

Außerdem wird eine schuleigene Homepage unter der Domain www.joerg-immendorff-schule.de geführt.

 

4. Einbindung des Computers in den Unterricht

Im fünften und sechsten Schuljahr sollen Grundkenntnisse und Grundfunktionen rund um den Computer angebahnt und kennen gelernt werden. Hierzu zählen das erfolgreiche Anmeldung mit dem persönlichen Nutzerkonto, das Bedienen der Maus und der Tastatur, das Starten und Beenden von Programmen sowie das Öffnen und Speichern von Dateien. Außerdem sollen die Schüler verschiedene Möglichkeiten der Computernutzung erfahren, wie z.B. das Arbeiten mit ausgewählten Lernprogrammen (Antolin), seinen Einsatz als Schreibwerkzeug oder als Informationsquelle (Internet). Der Umgang mit dem Internet wird geübt, indem konkrete von der Lehrkraft vorgegebene Seiten aufgerufen werden, so dass für den Unterricht relevante Informationen beschafft werden können.

Ziele

  • Kennenlernen der Regeln am Computerarbeitsplatz
  • Teile des Computers benennen können
  • Korrektes Anmelden am Computer
  • Einführung in den Umgang mit der Maus und der Tastatur
  • Nutzung des schulinternen Netzwerkes „iServ“

In den höheren Klassenstufen wird der Computer vorrangig zu Informationsbeschaffung, Präsentationserstellung und als Medium zum Erstellen von Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Berufsorientierung genutzt.

 Ziele

  • Erfolgreicher Umgang mit Suchmaschinen, richtige Filterung der Ergebnisse
  • Korrektes Formatieren in Microsoft Word-Dokumenten
  • Erstellen einer Microsoft PowerPoint-Präsentation
  • Effektiver Umgang mit Microsoft Excel

 

5. Elternhaus

Medienerziehung ist nicht allein Aufgabe der Schule. Sie muss ebenso im Bereich des Elternhauses stattfinden. Dabei sollten die Computerzeiten für Kinder nur kurz sein. Kein Computer ersetzt die Eltern als Mentoren ihrer Kinder. Um einen sinnvollen Umgang mit dem PC oder auch mit Fernsehen zu vermitteln, werden an unserer Schule die entsprechenden Themen auf Elternabenden und ggf. in Einzelgesprächen aufgegriffen.

 

6. Ausblick

Auch wenn der gezielte Einsatz des Computers als Medium von allen KollegInnen als wichtig erachtet wird, hängt dessen Benutzung ganz von den individuellen Kenntnissen und Erfahrungen der einzelnen Lehrperson sowie vom Hard‐ und Softwarebestand der Schule ab.

Active-Panels oder entsprechende Geräte würden die Entwicklung des Unterrichts erheblich innovieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle KollegInnen die folgenden Ziele durch den Einsatz von

Computern an unserer Schule erreichen wollen:

  1. Medienkompetenz erhöhen
  2. selbst bestimmtes Lernen ermöglichen
  3. Wissen erweitern
  4. in einer globalen Welt agieren
  5. Instandhaltung und Aktualisierung der schuleigenen Homepage

Als weitere zukünftige Ziele wurden erkannt:

  • Modernisierung des Computerraums
  • Anschaffung von Active-Panels
  • Ausstattung der Klassenräume mit einzelnen PC-Lernstationen

 

Bleckede, im September 2018